aktuell

Das Weingut Plag ist auch in 2012 im Weinführer Gerhard Eichelmann -Deutschlands Weine- mit einer guten Bewertung vertreten.

Der Autor schreibt:

... Vor zwei Jahren hatten uns die Weine der Excellance-Serie besonders gut gefallen, vor allem die Rotweine: Pinot Noir und Cuvée Rouge gehörten zu den Jahrgangsbesten in Deutschland, der Pinot Blanc besaß Fülle und Struktur. Sehr ähnlich war die letztjährige Kollektion mit zuverlässigen Weiß- und Rotweinen, an der spitze trumpften einmal mehr zwei Barrique Rotweine auf. Auch die neue Kollektion überzeugt: Die 2010er Weißweine sind frisch und klar, der Barrique  ausgebaute Weißburgunder besitzt Struktur und Kraft. Highlights der Kollektion sind einmal mehr die beiden roten Barriqueweine, wobei uns in diesem Jahr der Lemberger noch etwas besser gefält als der Pinot Noir.

Weinbewertung:   2009 Lemberger , trocken Excellance  89 Punkte

                           2009 Pinot Noir, trocken Excellance   88 Punkte

                           2010 Pinot Blanc, trocken Excellance    87 Punkte

 

***

 

Deutscher Lembergerpreis

-Vaihinger Löwe 2011-

in der Kategorie 1, trocken geht an das Weingut Plag

Unerwartetes Premium-Tröpfchen

VAIHINGEN. Einen Überraschungssieger hat es beim 19. Lemberger-Wettbewerb um den „Vaihinger Löwen“ gegeben. In der Gruppe „gesetzlich trocken“ wurde ein Erzeugnis vom Weingut Plag Kürnbach zum Spitzenwein proklamiert.

Dass badische Winzer den im Schwäbischen ausgelobten Lemberger-Preis „Vaihinger Löwe“ ergattern, war in der Vergangenheit schon der Fall, dass diesmal das Weingut Plag aus dem Schwarzriesling-Dorf Kürnbach ganz oben auf dem Siegertreppchen stand, mag dann doch Verwunderung ausgelöst haben.

In der Tat liegt in der Sternenfelser Nachbargemeinde der Schwarzriesling traditionell ganz oben in der Skala der angebauten Sorten. Es gibt dort einen Schwarzriesling-Keller und eine Primeur-Verkostung dieser Rebsorte. Allenthalben wird die Kraichgau-Gemeinde im Kreis Karlsruhe mit diesem Wein in Verbindung gebracht. Auch im Weingut Plag steht der Schwarzriesling mit 40 Prozent im Sortenspiegel an der Spitze. Dem nach Spätburgunder schon der Lemberger mit 15 Prozent an dritter Stelle folgt. Zielgerichtet hat Junior Philipp Plag an diese Weinsorte besondere Qualitätsansprüche geknüpft und dies sowohl am Rebstock wie auch im Keller konsequent umgesetzt. Die Bestätigung folgte jetzt beim 19. Lemberger-Wettbewerb um den „Vaihinger Löwen“: In der Gruppe „gesetzlich trocken“ wurde das Plag’sche Premium-Tröpfchen vom Jahrgang 2009 von der aus Weinexperten aus dem Bereich Gastronomie, Handel und Journalismus besetzten Jury zum Spitzenwein proklamiert. Früher ebenfalls schon Löwen-Preisträger waren die Winzer von der benachbarten Sulzfelder Ravensburg.
 

Neben dem Kürnbacher haben zwei weitere Lemberger das Siegerpodest nach ganz oben erklommen – gleichwohl in anderen Kategorien. Die Erstplatzierten in der Wertung der im Barrique-Fass ausgebauten Erzeugnisse sorgten derweil für die zweite Überraschung der Preisverleihung: Mit den Fellbacher Weingärtnern hat erstmals in 19 Jahren ein Betrieb in allen drei Gruppen Preise eingeheimst. Dritter im Bunde der Sieger war das Weingut Laicher aus Willsbach im Sulmtal im Heilbronner Unterland. Die Laichers waren im Vorjahr in dieser Kategorie noch Zweitplatzierte.

Insgesamt 84 Betriebe hatten sich mit 218 Proben beworben, der zweithöchsten Zahl nach 220 vor einigen Jahren. Erstmals dominierten in diesem Jahr die Barrique-Lemberger mit insgesamt 91 Weinen. Wobei in dieser Kategorie wiederum der Jahrgang 2008 am häufigsten vertreten war, worin sich laut Albrecht Fischer vom Gündelbacher „Sonnenhof“, Sprecher der Vaihinger Weinmesse, die bewusst längere Lagerzeit dieses Segments widerspiegelt. Für Fischer war die Veranstaltung auf Schloss Kaltenstein wieder „ein bedeutendes Fest für uns Vaihinger“.

Auch Oberbürgermeister Gerd Maisch bezeichnete den Preis als „etwas Besonderes“, was auch durch die hohe Zahl der Proben-Anstellungen zum Ausdruck komme. Für die Siegerbetriebe sei der Preis ein „hervorragendes Marketing-Instrument“. Und für Vaihingen als „internationaler Stadt der Rebe und des Weins“ mit 300 Hektar Anbaufläche nehme der Wein gleichfalls eine wichtige Rolle im Stadtmarketing ein.

Der Lemberger sei das Aushängeschild für den Weinbau in Württemberg, bemerkte Weinkönigin Karolin Harsch aus Güglingen. Bei den „wundervollen Kompositionen“ von Frucht, intensiven Gerbstoffen und Aromen werde es dem Genießer beim Lemberger nie langweilig, äußerte sie sich überzeugt. Und der Ludwigsburger Landrat Rainer Haas erinnerte daran, dass zu napoleonischer Zeit der Blaufränkisch, wie der Lemberger in Österreich und Ungarn heißt, der teuerste Wein gewesen sei, für den die Ungarn sogar eine eigene Währungseinheit eingeführt hätten, den „blauen Franc“. Heute sei der Lemberger ein Charakterwein, der international mit spanischen, französischen und italienischen Erzeugnissen mithalten könne.

Bild von Kollros /  Text: Pforzheimer Zeitung

 

 

Plag - Weingut und Feinschmeckerbesen in Kürnbach/Baden